Segeltörn IJsselmeer,
Waddenmeer, Friesland

„Segeltörn mit dem Plattbodenschiff „De Arend“ - für
das Gemüt,
bei herrlichem Sonnenschein auf dem Ijssel- und dem
Markermeer!“
Dreizehn Grafschafter, überwiegend Mitglieder des La Lega Chores
aus Nordhorn, hatten genau diesen für das Wochenende vom 14. – 16.
September 2007 geplant.
Und plötzlich war es so weit. Am Freitagnachmittag starteten wir (Gudrun,
Wilfried, Dorothee, Sylvia, Elisabeth, Fritz, Josefina und Norbert)
mit dem Auto von Nordhorn nach Stavoren um dort gemeinsam mit Luise,
Bernd, Sieglinde, Jürgen und Kalle den obigen Segeltörn zu starten.
Dank Luise und Bernd, die schon winkend am Hafen standen, fanden
wir unser Schiff „De Arend“ aus der braunen Plattbodenflotte in
Stavoren sehr schnell. An Bord fanden wir als Gruß vom Skipper Michiel
zunächst nur die freundliche Notiz „Das Schiff gehört Euch!“

Also brachten wir unser Gepäck und unseren Proviant auf das Schiff
und richteten unsere Kojen ein. Nach einem gemeinsamen Abendessen in
typischem Fischerdorfambiente ( italienische Pizzeria ) trafen wir,
zurück an Bord, unseren Skipper Michiel Goemann, den die meisten durch
vorherige Segeltörns sehr gut kannten. In netter Atmosphäre gab
Michiel einige notwendige Einweisungen in die Schiffstechnik und
machte uns aufgrund der Wind- und Wettervorhersagen für dieses
Wochenende den Vorschlag, das gemütliche Hafenstädtchen Marken im
Markermeer anzusteuern. Nach weiteren Erläuterungen zum Reiseziel
durch den Skipper erklärte sich die gesamte Crew sehr schnell
einverstanden. Bei Bier, Wein, Cola und Wasser wurden weitere
Neuigkeiten ausgetauscht; Michiel erzählte z.B. von der
eineinhalbjährigen Tochter Anna, welche wir am Sonntag kennen lernen
sollten. Nachdem uns der lustige und immer gut gelaunte Arjen als Maat
für dieses Wochenende vorgestellt wurde, ging so langsam jeder in
seine Koje – sicherlich mit einer großen Portion Vorfreude auf den
nächsten Tag.
Der Samstagmorgen begrüßte uns mit sonnigem, fast idealem
Segelwetter und nach einem ausgiebigen Frühstück wurde die „De Arend“
zum Auslaufen fertiggemacht. Der Skipper und
Maat Arjen erklärten nur kurz die nötigen Handgriffe, denn dank
vieler alter „Segelhasen“
neben wenigen „Greenhorns“ konnte die Crew die Segel entsprechend
klar machen, die Tampen festziehen und das Ablegemanöver durchführen.
Auf dem Weg zur Schleusenanlage bei Enkhuisen zum Markermeer waren
dann unter Anleitung von Michiel und Arjen alle Crewmitglieder auf
unterschiedlichste Art und Weise am Segelsetzen und -bergen beteiligt
oder durften sogar das Ruder übernehmen. Eine zwischenzeitliche
Windflaute wurde übrigens mit einem vom Skipper Michiel eingeforderten
„Concerto del viento“ des La Lega-Chores wie weggeblasen. Die
Schleusendurchfahrt forderte von der Schiffscrew folgende Aufgaben:
Klüverbaum hoch und runter, Schwerter kurbeln, das Ruder führen und
letztendlich die Segel neu setzen. Die durch die Windflaute etwas
länger als geplante Fahrzeit erlaubte Bernd eine kleine Knotenkunde
für die Greenhorns an Bord, so dass sie bei unserer Ankunft in Marken,
übrigens bei einem herrlichem Sonnenuntergang, die wichtigsten
Seemannsknoten halbwegs beherrschten. Nach einem kleinen von Luise
geführten Rundgang durch das malerische Hafenstädtchen konnten wir uns
an einem üppigen Abendessen an Bord erfreuen.
Der für alle sicherlich sehr erlebnisreiche Samstag fand dann
seinen Schluss in einem tollen und vielfältigem Chorgesang der
Crewmitglieder.
Am Sonntagmorgen ging es Richtung Heimathafen los. Die Handgriffe
von Maat Arjen und der Crew waren noch besser als am Vortag, so dass
vieles auch schon lief, ohne dass der
immer durch Ruhe und Besonnenheit überzeugende kompetente Skipper
Michiel großartige
Anweisungen geben musste. Wiederum herrlichster Sonnenschein und
ein wesentlich stärkerer Wind (- große Freude bei Jürgen) als am
Vortag, gaben dem Sonntag einen schon leicht abenteuerlichen Charakter.
Das exakte Ausrichten der Segel (auch Wassersegel) auf den Wind in
Kombination mit dem günstigsten Kurs war für Skipper Michiel keine
Frage und Maat Arjen glänzte sogar mit einem Lied über die Amsterdamer
Grachten. Durch den wesentlich stärkeren Wind erreichte die „De Arend“
pünktlich wieder ihren Heimathafen, doch kämpften zum Schluss einige
wenige Crewmitglieder mit einer leichten Seekrankheit. Sicher angelegt
konnten auch Frau Ieke und Tochter Anna herzlichst vom Skipper an Bord
begrüßt werden. Die Crewmitglieder des La Lega Chores bedankten sich
mit ihrem Lied Amadolo für Tochter Anna bei Skipper Michiel für diesen
sehr schönen Segeltörn.
Insgesamt haben wir ein wunderschönes Wochenende auf dem Schiff
verbracht, bei dem alles gestimmt hat: die vielen leckeren, salzigen
und süßen Speisen, die mit an Bord gebracht worden waren, ließen es zu
einem kulinarischen Erlebnis werden. Die Profis des Schiffes, der
freundliche und kompetente Skipper und Maat gaben uns ein Gefühl der
Sicherheit, wir lernten ohne Stress einige wichtige beim Segeln
notwendige Handgriffe kennen. Die Crew konnte in entspannter,
hilfsbereiter und kooperativer Atmosphäre ein bisschen anpacken, aber
auch lesen, klönen, schlafen, träumen, Sonne und Wind genießen –
Urlaubsstimmung pur!
Also auf ein Neues!
Norbert
Hallo und guten Tag Ieke und Michiel,
hallo Anna,
wir sind gut wieder in Frankfurt angekommen und vermissen Euch, Euer
Schiff, und das Meer schon jetzt. Auf der Rückfahrt waren wir uns
einig, dass wir nächstes Jahr gleich wieder mit Euch segeln wollen.
Die Kinder haben nach unserer Rückkehr begeistert erzählt; am liebsten
würden auch alle Eltern das nächste Mal mitkommen.
Sowohl die Bürgermeister-Grimm-Schule (Förderschule), als auch die
Pfarrgemeinde Maria Hilf in Frankfurt am Main haben sich eure
Kontaktdaten gut gemerkt. Wir sehen uns bestimmt wieder.
Wir kamen zu euch ohne genaue Planung unserer Woche. Eure spontane und
nette Art hat uns geholfen eine unvergessliche Woche zu gestalten.
Besonders schön war die Abwechslung: Segeln nach Terschelling, "trocken
fallen" im Watt mit nächtlichem Ankerausbringen und dem Ausflug ins
Watt und das ansteuern der verschiedenen Häfen.
Gut kam bei uns an, dass Ihr das richtige Gespür für die Gruppe und
die verschiedenen Charaktäre hattet. Wer konnte und wollte war beim
Schwerter hochkurbeln oder Segel hissen und spannen gefordert, andere
konnten die Sonne geniessen, sich unter dem Rettungsboot verstecken
;-) oder mit Pippi schmusen. Die notwendigen Kenntnisse fürs Segeln
wurden von Euch prima erklärt. Eure Geduld und Ruhe hat uns gut getan.
Beeindrucken fanden wir, dass wir mit unserem Einmaster die größeren
Schiffe locker ein- und überholt haben. Lob an den Skipper.
Wir haben uns auf eurem Schiff sehr wohl gefühlt. Alles was wir
brauchten war vorhanden und liebevoll zusammengestellt. Sowohl über
als auch unter Deck gab es genug Platz, und dass obwohl wir einige
große Jungs bzw. Männer dabei hatten.
Wir würden uns freuen nächstes Jahr wieder bei euch an Bord gehen zu
können.
Viele liebe Grüße aus Frankfurt
Julia & Alexander Reif
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